Minden (mt). Am Anfang wie am Ende ist es das Metronom, das den Takt vorgibt: Das Altonaer Theater beginnt Homo Faber mit dem Takt der Lebensuhr, als Walter Faber auf dem OP-Tisch liegt, und lässt die Aufführung genauso enden. Ein von Technik und Ratio beherrschtes Leben – das ist die Welt der Romanfigur von Max Frisch, sein 1957 erschienener Roman Homo Faber zählt zu den wichtigsten und meistgelesenen Literaturwerken des 20. Jahrhunderts.(…)

Stephan Benson gibt diesem durch sein Leben wandelndem, vom Schicksal Getriebenen eine sehr glaubwürdige Identität. Ein Mann im besten Alter, erfolgreicher Ingenieur, Geschäftsreisen in alle Welt, Frauengeschichten – aber ohne feste Bindung.(…) Sabeth, die gemeinsame Tochter spielt Stella Roberts mit jugendlichem Elan. Ihre Spontaneität und Jugendhaftigkeit sind es, die den eher emotionslosen Faber aufleben lassen.
(…) So sorgt das Altonaer Theater für einen unterhaltsamen Theaterabend und bekommt den verdienten, nachhaltigen Applaus eines dankbaren Publikums.

Das Altonaer Theater spielt die Bühnenfassung von Alice Asper mit Katharina Abt als Fabers Ex-Partnerin Hanna, Stella Roberts als deren Tochter Sabeth und Stephan Benson als Walter Faber. (© Foto: Andreas Laubig)

(„Copyright: Mindener Tageblatt 2017. Texte und Fotos aus dem Mindener Tageblatt sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion“) www.MT.de . |http://www.mt.de/lokales/minden/21942683_Homo-Faber-in-Minden-Wenn-der-Zufall-die-Regie-uebernimmt.html

http://www.mt.de/lokales/minden/21942683_Homo-Faber-in-Minden-Wenn-der-Zufall-die-Regie-uebernimmt.html