Minden (mt). Noch bevor Richard Wagners „Götterdämmerung“ in Minden auf die Bühne kommt startet am Donnerstag, 1. Februar, der Kartenverkauf für die Aufführungen des kompletten „Ring“-Zyklus im kommenden Jahr. Dann ist Wagners vierteiliges Werk in zwei Gesamtdurchgängen zu erleben, die sich jeweils über zehn Tage erstrecken.

Der erste Zyklus startet am 12. September mit Rheingold, Walküre (15. September), Siegfried (19. September) und Götterdämmerung (22. September) folgen. Der zweite Zyklus beginnt am 26. September. Die Kartenpreise für die vier Opernabende liegen zwischen 320 und 600 Euro. Erhältlich sind sie beim Wagner-Verband, Telefon (05 71) 2 05 77, Express-Ticketservice und das Stadttheater. Einen Rabatt gibt es nur im Theater-Abo.

Maximal 1000 Menschen können die Aufführung aller vier Opern miterleben. „Das Beiprogramm wird noch mit der Minden Marketing entwickelt“, berichtet Dr. Jutta Hering-Winckler, Vorsitzende des Mindener Wagner-Verbandes, die mit vielen Besuchern auch aus dem Ausland rechnet, die für zehn Tage in Minden anreisen. Neben Museumsbesuchen und Führungen sei an ein „Heldenmahl“ am Kaiser-Wilhelm-Denkmal gedacht, an eine Kaffeetafel unter der Rathauslaube und Dirigent Frank Beermann werde jeweils Einführungsvorträge halten.

Die Vortragssaison zur „Götterdämmerung“, Premiere am 6. September 2018, startet der Wagner-Verband am Sonntag, 4. Februar. Der Schauspieler Hans-Jürgen Schatz wird um 15.30 Uhr im Ständersaal des LWL-Preußenmuseums das vollständige Textbuch zur Oper vorlesen. Wie bei den vorangegangenen Vorträgen zu Rheingold, Walküre und Siegfried wird Holger Groschopp am Flügel die zentralen musikalischen Motive vorstellen. Hering-Winckler rechnet damit, dass der Vortrag von Wagners längster Oper rund dreieinhalb Stunden dauern wird. Darum gibt es eine Pause mit Kaffee und Kuchen.

Ein „Terzett“ der Kritiker ist für den 8. März, um 19.30 Uhr, im Preußenmuseum angesetzt. Eleonore Büning, vormals Kritikerin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, besuchte seit dem „Fliegenden Holländer“ (2002) die Mindener Wagner-Inszenierungen. Seit zwei Jahren ist sie Mitglied im Mindener Wagner-Verband, verrät Hering-Winckler. Büning hole ihre Kollegen Wolfgang Schreiber (Süddeutsche Zeitung) und Manuel Brug (Die Welt) nach Minden, um „die besten und die schlechtesten Aufnahmen der Götterdämmerung“ zu beleuchten.

Der Frage „Was nützen die Nornen“ geht Eleonore Büning mit ihrem Vortrag am 19. April, um 19.30 Uhr, ebenfalls im Ständersaal nach. Das musikalische Intermezzo dazu gestalten die Sopranistin julia Borchert und der Pianist Siegmund Weinmeister. Und schließlich legt Dirigent Frank Beermann am 8. Juni, um 20 Uhr, in der Scala im Victoria-Hotel seine Sicht auf die Götterdämmerung dar.

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