Minden (hof). Eins wird schon zu Beginn der Aufführung direkt klar gestellt: „Ihr denkt, hier stehen drei Frauen auf der Bühne? Falsch! Für die nächste Stunde sind wir Jungs!“ Und schon nimmt das Stück volle Fahrt auf und taucht ein in die Welt der drei besten Freunde Lo, Matti und Ravi, die in ihrer Freizeit am liebsten Piraten spielen. Mit dynamischer Gestik, lustigen Grimassen und unerwarteten Gesangs- und Beatboxeinlagen der drei „Jungs“ verwandelt sich das einfache Bühnenbild schlagartig in eine reißende See und die Kinder und Eltern im Publikum fühlen sich mittendrin.


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Die Schauspielerinnen werden vom Publikum für ihr mitreißendes Spiel mit tosendem, lang anhaltendem Applaus belohnt. Im Anschluss luden sie die Kinder ein, zu ihnen auf die Bühne zu kommen um Fragen zu stellen oder mit ihnen zu reden, ein Angebot, das von vielen Kindern angenommen wurde.

„Es ist natürlich kein einfaches Thema, aber gerade deswegen umso wichtiger“, erklärt Susanne Schyns später. Viele andere Theater hätten sich deswegen nicht an das Stück herangewagt, doch bislang sei die Aufnahme bei Eltern, Kindern und Lehrern stets sehr positiv gewesen. In Frankfurt hatten sie bislang immer um 100 Zuschauer, in Minden waren es etwa 450. „Umso beeindruckender ist es gewesen, wie leise der Saal die ganze Zeit über war“, fügt sie hinzu.

 

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