Minden (lau). The Game is on – Los geht das Spiel: Das Leipziger Theater der Jungen Welt macht aus Shakespeares Drama „Der Sturm“ die Vorlage für ein Computerspiel. Lauter Discosound, Flackerlicht, in einem großen Durcheinander fallen und purzeln die Schauspieler eine Rampe hinab auf die Bühne. Der Sturm macht sie zu Gestrandeten auf einer Insel – Magier Prospero ihn hat mit Hilfe seiner gefügigen Assistentin Ariel herbeigezaubert. (…)
Das neunköpfige Ensemble unter Regie von Jan Jochymski bringt die abrupten Szenenwechsel mit viel Dynamik und Tempo auf die Bühne. Sven Reese verschafft dem Prospero eine starke Präsenz und von den Gestrandeten sorgt Philipp Zemmrich als Caliban für Angst und Schrecken. Beim eher jugendlichen Publikum kommt die Inszenierung gut an, die Spielfreude der Schauspieler steht in einem schönen Kontrast zu den virtuellen Rollenspielen, die sie als Spieler bis zur Sucht annehmen. Eindringlich lassen das klackernde Geräusch von Keyboard-Tastaturen und die verhärmten Hoodie-Gestalten die triste Welt der Gamer gewahr werden: „Ich sehne mich so unerträglich nach dem Spiel, dass ich fast kotzen muss.“ (…)

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