Minden (kr). Von der Decke hängen einzelne Glühbirnen an Kabeln herunter, die wie Sterne wirken. Sterne, die unterschiedliche Anordnungen ergeben, je nachdem von wo aus man sie betrachtet. Das ansonsten schlichte Bühnenbild folgt insofern dem Begriff „Konstellationen“ aus der Astronomie, die Wirkung ändert sich mit dem Ausgangspunkt. In seinem Zwei-Personen-Stück „Konstellationen“ lässt der britische Autor Nick Payne eine Frau und einen Mann acht alltägliche Lebenssituationen variieren.

Suzanne von Borsody und Guntbert Warns spielten dieses Paar im Stadttheater mit einer so ergreifenden Intensität, dass es den Zuschauern die Sprache verschlug. (…)

Das Stück folgt keinem linearen Aufbau, sondern springt in der Zeit vor und zurück. Vom Publikum erfordert das höchste Konzentration. Gebannt lässt es sich von der Intensität der beiden brillanten Schauspieler in den Bann ziehen. Suzanne von Borsody und Guntbert Warns meistern die enorme Herausforderung, jede Situation durch beeindruckende Mimik und Gestik, ausdrucksstarke Betonung und nuancenreiches Auftreten zu variieren. Eine Szene zieht sich wie ein magischer roter Faden durch das Stück: Marianne erfährt, dass sie einen Gehirntumor hat – die einzige Situation, die nicht variiert, sondern sich langsam aufbaut. (..)

Es braucht einen Moment, bis sie der überwältigenden schauspielerischen Leistung mit viel Applaus Tribut zollen.

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