Der Damenlikörchor aus Hamburg Weiter geht’s Chor- und Bandleitung: Mathias Weibrich Am Klavier: Jörg Hochapfel Allein schon der Anfang. Die Damen stürmen auf die Bühne, ein wunderbares unübersichtliches Chaos mit überbordendem Spaß und ansteckend guter Laune. Sobald das erste Lied verklungen ist, beben Bühne und Saal um die Wette. Und singen können sie sowieso! Mal überraschend zart wie die Engel, dann unerwartet dreckig und trotzdem lassen sie dabei herzöffnende Zauberakkorde erklingen. Der Damenlikörchor nimmt sein Publikum mit durch einen Abend voller Sang und Klang, Heiterkeit und Drama. Die krisenerprobten Damen haben zu allen Themen nah an der Frau was zu sagen. Sie zeigen dem Publikum und dem Rest der Welt, wie es klingt, wenn mit Frauenpower, bezwingender Erotik und entschlossenen Schritten das Leben, die Liebe und das Glück gefeiert wird. Und wenn Sie nach dem Konzert nach Hause gehen, sind Sie leicht am breiten Lächeln zu erkennen. Stößchen! Sonderveranstaltung Sonntag 31. Januar 2027 16.00 Uhr Im letzten Programm feierten die Damen feuchtfröhlich ihr 25-jähriges Jubiläum. In den nächsten 100 Jahren ist da kein Ende in Sicht! Also – Weiter geht’s! © Thomas Rusch 16.00 – 18.30 Uhr Draußen vor der Tür Schauspiel gegen den Krieg- und gegen das Vergessen von Wolfgang Borchert mit Andreas Erfurth, Moritz Gehrckens, Leonard Göpfert, Rosemarie Klinkhammer, Anja Lemmermann, Marco Litta, Laurenz Wiegend sowie Tilman Ritter an den Instrumenten Regie und Bearbeitung: Kai Frederic Schrickel Produktion: Neues Globe Theater, Potsdam Ein Mann kommt aus dem Krieg zurück – und findet keinen Platz mehr im Leben. Beckmann heißt er – aber niemand nennt ihn mehr beim Vornamen. Als hätte man ihm mit dem Namen auch das Ich genommen. Die Gesellschaft, der er diente, wendet sich ab. Was bleibt, ist das Stehen vor verschlossenen Türen. Draußen – vor der Welt, vor der Zukunft. Beckmann ist 25 Jahre alt, kommt aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück in das zerbombte Hamburg. Gezeichnet an Körper und Seele: das Knie zerschossen, die Gasmaskenbrille haftet ihm wie ein Fremdkörper im Gesicht – ein ständiges Zeichen der Entmenschlichung. Doch statt Rückhalt oder Verständnis findet er nur Ablehnung. In einer traum- ähnlichen Wanderung begegnet Beckmann nicht nur Menschen, sondern auch überhöhten Figuren: dem Tod, der Elbe, Gott – und dem Anderen, einer gespiegelten Version seiner selbst. Dabei öffnet sich eine viel- schichtige theatrale Welt zwischen Realismus, Groteske und Lyrik – voller Sprachkraft, Widerstand und existenzieller Tiefe. Abo A Junges Theater Montag 1. Februar 2027 20.00 Uhr Einführung – 19.30 Uhr In einer Zeit, in der Fragen nach Kriegstauglichkeit, Wehrpflicht und Pazifismus wieder laut gestellt werden, trifft Beckmanns verzweifelte Suche nach Sinn und Menschlichkeit ins Mark. Gerade junge Menschen erleben hier keine bloße Geschichtsstunde, sondern eine emotionale Auseinandersetzung mit Verantwortung, Schuld und der Sehnsucht nach Frieden. Ein Theaterabend, der aufrüttelt und nachwirkt – und die Tür nicht leise schließt. Denn Beckmann steht nicht nur draußen. Er steht vor uns. © Annette Conradt / Neues Globe Theater Potsdam 75
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