Theater | Magazin - Spielzeit 24/25

Madame Butterfly Aufführung: Nationales Opern- und Balletttheater der Ukraine, Odessa Regie: Anatole Preissler Bühne: Karel Spanhak Musikalische Leitung: Igor Chernetski Kostüme: Ulli Kremer präsentiert von Musiktheatermanagement (MTSM BV), Amersfoort Lieutenant Pinkerton hat sich in Geisha Cio-Cio-San, genannt Madame Butterfly, verliebt und will sie nach japanischer Sitte heiraten, ohne damit eine dauerhafte Verbindung eingehen zu wollen. Butterfly liebt Pinkerton jedoch wirklich und bekommt ein Kind von ihm. Vergeblich wartet sie jahrelang auf die Rückkehr des Lieut- enants. Als Pinkerton zurückkehrt, hat er seine neue amerikanische Frau mitgebracht … Die Nationaloper der Ukraine in Odessa führt eine hochprofessionelle Neuinszenierung von Puccinis weltberühmtem „Madama Butterfly“ auf. Diese neue Version ist in einem nüchtern effektvollen Design des Bühnenbildners Karl Spanhak platziert. Puccinis brillante Musik glänzt in einer straffen Regie von Anatol Preissler. Kraft- volle, wunderbare Stimmen interpretieren die bewe- genden Arien und Duette in einer der beliebtesten Opern der Geschichte. Sonderveranstaltung Donnerstag 27. März 2025 19.00 Uhr „Madama Butterfly“ von Puccini ist weltberühmt. Die Arie „Un bel dì vedremo“ ist eine der unbestritten schönsten Arien für Sopran in der Opernliteratur. Gesungen auf Italienisch mit deutschen Übertiteln. © Dmitry Skortsov, MTSM BV 19.00 – 21.50 Uhr A Clockwork Orange Schauspiel nach dem Roman von Anthony Burgess Produktion: Landestheater Detmold Gelangweilt ziehen Alex und seine Droogs durch die Londoner Vorstädte. Dabei prügeln, berauben und vergewaltigen sie, wer ihnen nicht rechtzeitig entkommen kann. Doch Alex wird als Anführer der Gang immer öfter in Frage gestellt. Bei einem Raubüberfall auf eine alte Dame, die an den Folgen stirbt, verhindern die Droogs sein Entkommen. Alex wird wegen Mordes zu 14 Jahren Haft verurteilt, in der Haft psychisch gebrochen und so konditioniert, dass ihm schon beim Gedanken an Gewalt schlecht wird. Der 1962 erschienene dystopische Roman erlangte spätestens durch die Verfilmung Stanley Kubricks aus dem Jahr 1971 Kultstatus. Der Stoff kreist um die große Frage, welche Rolle Gewalt in der Gesellschaft spielt. Was genau erzeugt Gewalt? Handelt es sich um einen Teufelskreis, aus dem selbst ehemalige Opfer kein Entrinnen finden? Erzeugt Gewalt zwangläufig Gegengewalt? Darf Gewalt durch Gewalt geahndet werden? Wie wird der Mensch ein besserer Mensch? Abo B Dienstag 25. März 2025 20.00 Uhr Einführung – 19.30 Uhr im Theatercafé Freitag 21. März 2025 17.00 bis 21.00 Uhr In seinem Kultbuch stellt Burgess eine Schlüssel zum Ende der Gewalt vor: Was ist daran auszu- setzen, Gewaltbereitschaft medizinisch zu unterbinden, wenn es machbar ist? Eine Idee, gleichermaßen bedrohlich wie effektiv und entsetzlich nah an gegenwärtigen Möglichkeiten. Workshop siehe Seite 101 © Marc Lontzek Spotlight 84

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